Corinna Lenz

Corinna Lenz

Autorin, Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin

Ich unterstütze dich und deinen Hund dabei, mit Freude zu einem wundervollen Team zu werden.

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Clickertaining- wie funktioniert das überhaupt?

Der Clicker ist eine punktgenaue Bestätigung, die dem Hund eine Belohnung verspricht. Dein Hund weiß, wenn er den Klick hört, dass er etwas besonders gut gemacht hat und so hast du die Möglichkeit, ihn punktgenau zu bestätigen. Klickst du zum Beispiel in dem Moment, in dem sich der Hund auf den Boden setzt, weiß er, hey, mein Popo auf dem Boden bedeutet, dass es Leckerli gibt, das mache ich jetzt öfters.

Clicker aufladen

Wenn du den Clicker zum ersten Mal benutzt, weiß dein Hund natürlich noch nicht, was das bedeutet. Deswegen musst du den Clicker zuerst aufladen. Nein, das hat nichts mit der Steckdose zu tun. Den Clicker aufladen bedeutet, dass der Hund lernt, was das Geräusch bedeutet. Das ist ganz einfach. Du nimmst 10 Leckerli und versteckst deine Hand hinter deinem Rücken. In der anderen Hand, auch hinter deinem Rücken, hältst du den Clicker. Jetzt klickst du und gibst dem Hund sofort ein Leckerli. Du wirst sehen, dass er ziemlich schnell auf das Geräusch reagieren und auf das Leckerli warten wird.

Die erste Übung: Die Nase und der Targetstab

Diese erste Übung brauchst du wahrscheinlich im Alltag nicht sehr oft, aber sie wird dir immer mal wieder über den Weg laufen und ist sehr gut geeignet, um das Clickertraining zu üben. Du brauchst einen Targetstab oder eine Fliegenklatsche, einen Kochlöffel oder einen anderen Stab mit einem breiten Ende. Diesen Stab hältst du vor die Nase deines Hundes. Wenn dein Hund sich für den Stab interessiert, am besten, wenn er ihn berührt, klickst du und gibst ihm ein Leckerli. Das wiederholst du ganz oft und schon bald wirst du merken, dass dein Hund den Stab immer öfter mit der Nase anstupst, weil er weiß, dass sich dieses Verhalten für ihn lohnt. Du kannst den Stab auch bewegen und deinen Hund nachlaufen lassen.

Aufmerksam unterwegs

Auch auf dem täglichen Spaziergang kannst du den Clicker nutzen. Zum Beispiel, wenn du möchtest, dass dein Hund dir mehr Aufmerksamkeit schenkt. Klicke jedes Mal, wenn dein Hund sich zu dir umdreht und dich anschaut. Da auf jeden Klick ein Leckerli folgt, wird dein Hund sich immer häufiger zu dir umdrehen. Natürlich funktioniert das auch andesrum. Kann dein Hund sich kaum entspannen, weil er seine Augen ständig bei dir hat? Dann klicke doch, wenn er seine Umwelt betrachtet oder schnüffelt. Aber vergiss nie, nach jedem Klick ein Leckerchen zu geben, auch wenn du mal aus Versehen geklickt hast. Denn Klick bedeutet immer Leckerchen und dein Hund verlässt sich darauf.

Dem Clickertraining sind keine Grenzen gesetzt und du kannst deinem Hund damit quasi alles beibringen. Ob im Sport, in der Ausbildung von Blindenhunden oder auch beim Film, der Clicker ist heutzutage überall anzutreffen und ist eine wichtige Hilfe bei der Kommunikation zwischen Mensch und Tier.

Hast du noch Fragen? Dann komme doch in meine Facebookgruppe „ Hundetraining leicht gemacht“. Dort beantworte ich sie dir gerne. Klicke einfach hier


Viel Spaß und viel Erfolg wünscht

Corinna