Corinna Lenz

Corinna Lenz

Autorin, Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin

Ich unterstütze dich und deinen Hund dabei, mit Freude zu einem wundervollen Team zu werden.

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Gegenstandssuche/ Objektsuche in drei Schritten

Die Hundenase ist im Gegensatz zur menschlichen unglaublich leistungsstark. Vieles von dem, was wir nur über unsere Augen wahrnehmen können, erfassen Hunde zusätzlich mit ihrer Nase.

Für welche Hunde sind Suchspiele etwas?

Meine Hündin Snoopy ist in kurzer Zeit erblindet und einige Tricks und Spiele wollen einfach nicht mehr so recht klappen. Suchspiele werden von ihr aber noch total gerne gespielt, also ob für blinde Hunde, Welpen, die noch nicht lange Spazieren gehen dürfen, Hundesenioren oder einfach deinen gesunden Hund, sind Suchspiele eine tolle Abwechslung und Beschäftigung.

Für welche Hunde sind Suchspiele etwas?

Die Nase ist so leistungsstark. Kein Wunder, dass unsere Vierbeiner so gerne schnüffelnd die Welt erkunden. Diese Fähigkeit kannst du zu deinem Vorteil einsetzen, indem du deinen Hund nach bestimmten Dingen, z.B. einem Schlüsselbund, suchen lässt. So findest du mit seiner Hilfe garantiert schnell deine verlorenen Dinge wieder – und dein Hund ist nach getaner Arbeit ausgeglichen und glücklich.

So sucht dein Hund richtig

Bringe deinem Hund bei, in einem begrenzten Gebiet nach einem Gegenstand zu suchen, etwa nach einer kleinen Kiste. Die Herausforderung: Du versteckst die Kiste ohne Spuren zu hinterlassen, so wird es für deinen Hund besonders spannend.

Dazu brauchst du eine kleine Kunststoffdose, etwa eine kleine Lunchbox. Der Deckel sollte sich sicher verschließen lassen. Schneide einige Riechlöcher in den Deckel.

Die gelbe Kunststoffbox von einem Überraschungsei bietet sich dafür auch gut an, da man es gut verschließen kann.

Schritt 1: Die gefüllte Kiste suchen

Lege besonders schmackhaft stinkendes Futter in die Kiste, z.B. Fleischwurst. Schließe die Kiste und lasse deinen Hund daran riechen. Leine nun deinen Hund an und wirf die Kiste vor seinen Augen ein paar Meter weit weg. Gib deinem Hund nun ein Startsignal, z.B. “Such” und leine ihn ab. Läuft er zur Kiste, öffne sie ihm und lass ihn das Futter daraus fressen.

 

Steigere nach und nach den Schwierigkeitsgrad. So muss dein Hund sich neu orientieren, wenn du ihn

 

  • vor dem Start im Kreis drehen lässt oder
  • du mit deinem Hund nach dem Werfen einige Meter in eine andere Richtung läufst, damit er mit der Suche von einer anderen Stelle aus startest.

 

Du kannst die Kiste auch von einer Hilfsperson verstecken lassen oder sie an unterschiedliche Stellen werfen, z.B. auf einem Spaziergang in eine hohe Wiese.

Schritt 2: Die leere Kiste suchen

Damit dein Hund nicht nur bei Futtergeruch in den Arbeitsmodus kommt, lasse deinen Hund nun nach der leeren Kiste suchen.

Nimm deinen Hund wieder an die Leine, zeig ihm die Kiste und wirf sie ein paar Meter vor deinen Hund. Gib ihm nun das Startsignal für die Suche. Läuft dein Hund zur Kiste, sag ihm ein Lobwort wie z.B. fein, gehe zu ihm hin und lege ihm ein Leckerli auf die Kiste.

Sucht und findet dein Hund die Kiste, kannst du den Schwierigkeitsgrad langsam steigern: Diese Übung muss für deinen Hund nie langweilig werden, du brauchst nur etwas Fantasie: Lass ihn die Kiste doch z.B. in einem Wassernapf, unter Schnee oder unter Blättern erschnüffeln.

Schritt 3: Andere Gegenstände suchen

Mit dem gleichen Aufbau kannst du deinem Hund auch beibringen, gezielt nach anderen Dingen zu suchen. Oder du befestigst die Schnüffeldose an deinem Schlüsselbund oder an einem anderen für dich wichtigen Gegenstand, den dein Hund bei Verlust suchen soll.

Bitte beachten: Lasse deinen Hund selbständig suchen

Findet dein Hund das Suchobjekt nicht, beginn die Übung erneut. Hilf ihm nicht auf die richtige Fährte, denn er soll selbständiges Suchen lernen. Bei einer echten Verlorensuche kannst du deinem Hund auch nicht helfen, denn du weißt ja selbst nicht, wo der Gegenstand ist.

Viel Spaß beim Training wünscht 

Corinna

Tricks und weitere Beschäftigungsideen findest du in meinem Buch: “Großer Spaß für kleine Hunde”.

Tricks und weitere Beschäftigungsideen

findest du in meinem Buch: “Großer Spaß für kleine Hunde”.

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